FÖRDERVEREIN JAKOBIKIRCHE e.V.

Luckenwalde

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Denkmalpflege Projekt Fenster

Die Jakobikirche Luckenwalde verfügt mit ihren zahlreichen bleiverglasten Fenstern über ein außergewöhnlich umfangreiches Ensemble künstlerisch hochwertiger Glasmalereien des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Führende Firmen jener Zeit, wie z. B. das Königliche Institut für Glasmalerei in Berlin-Charlottenburg, sind hier mit eindrucksvollen Leistungen vertreten.

Fünf große Fenstergruppen, oberhalb der Emporen, schmücken das Kirchenschiff und ziehen unweigerlich die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

 
St. Jakobi zu Luckenwalde, Empore NO, Glasmalerei von 1894, Zustand nach Restaurierung 2010, Atelier Ilona Berkei
Fenstergruppe Nordost
St. Jakobikirche zu Luckenwalde, Empore NW, Glasmalerei von 1894, Zustand nach Restaurierung 2011
Fenstergruppe Nordwest
St. Jakobi zu Luckenwalde, Empore SO
Fenstergruppe Südost
St. Jakobi zu Luckenwalde, Fenstergruppe SW
Fenstergruppe Südwest
St. Jakobikirche zu Luckenwalde, Altarraum, Glasmalerei von 1894, Zustand nach Restaurierung 2013
Fenstergruppe im Altarraum

 
 

Außerdem zählen mehr als 60 Einzelfenster im Turm, in der Eingangshalle, im Kirchenschiff, in den Seiteneingängen und in der Sakristei sowie zahlreiche bleiverglaste Oberlichter der Innen- und Außentüren zum Gesamtensemble.

St. Jakobi zu Luckenwalde, Fenstergruppe im Portal nach der Restaurierung
Glasmalerei Eingangsportal
St. Jakobi zu Luckenwalde, Restauriertes Einzelfenster
Restauriertes Einzelfenster

 

Seit 2009 bemühte sich der Förderverein Jakobikirche e. V. um die Erhaltung dieses bedeutenden kulturhistorischen Erbes. Das gesamte Ensemble hatte nach mehr als 100 Jahren eine Verjüngungskur bitter nötig.

Alters- und witterungsbedingte Verformungen des Bleinetzes, Korrosion der Stahlrahmen und nicht zuletzt Schäden am Glas, u. a. durch Stürme, Kriegseinwirkungen und Vandalismus, gefährdeten akut den historischen Bestand.

Die erheblichen Gesamtkosten der Restaurierung/Wiederherstellung konnten nur schrittweise, über einen längeren Zeitraum, aufgebracht werden. Mehr als ein Jahrzehnt sollte vergehen, ehe das Projekt im Dezember 2019, rechtzeitig zum 125-jährigen Bestehen der Jakobikirche, seinen Abschluss fand.

Bis dahin wurde die Geduld aller Beteiligten auf eine harte Probe gestellt, aber es hat sich gelohnt, an dieser Stelle die bauzeitliche Schönheit der Kirche wieder herzustellen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Fördermittelgebern, Spendern und weiteren Unterstützern, die dieses wichtige Projekt erst ermöglicht haben. Nicht unerwähnt soll unser Dank an die Denkmalschutzbehörde für ihre fachkundige Begleitung und an das Atelier Ilona Berkei für die hervorragende Ausführung des Gesamtprojektes bleiben.